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Tageslosung

So spricht der HERR: Wie lange weigerst du dich, dich vor mir zu demütigen?
Seid nun Gott untertan. Widersteht dem Teufel, so flieht er von euch.
Spätsommer 1862 Der Mehlhändler Remmer Degenaar und der Mechaniker G. H. Meiboom (beide 22 Jahre) treffen sich zum Gebet bei dem Lehrer J. E. Terborg. Als vierter im Bunde stößt der Maler Melchert Boomgarden (?)
hinzu, der vom Jünglingsverein in Bremen erzählt.
Mai 1864 Bildung eines Komitees mit Pastor Engelbert Criegée als Berater. Berend de Vries wird Präses, Kassierer M. Boomgarden, Wortführer J. E. Terborg, Bibliothekar R. Ites, dessen Stellvertreter G. Meiboom, Schriftsteller Remmer Degenaar.
15. Juli 1864 In Anlehnung an die Statuten der Vereine in Bremen, Elberfeld, Duisbug und Nordhorn werden die ersten Satzungen erstellt.
4. September 1864 Gründung des Christlichen Jünglingsvereins zu Emden und Genehmigung durch die Polizei. Die Treffen finden in der Bewahrschule (in der alten Kaserne) statt, wo die Vorsteherin als Tante Lea zur Hausmutter wird.
4. September 1865 Erstes Stiftungsfest mit 42 Mitgliedern. Ansprachen der Pastoren H. A. Hesse, Frerichs und Buck. Bald darauf erste Ermüdungserscheinungen bei einigen Ver-
In 1866 Die gemieteten Räumlichkeiten werden gekündigt.
Mai 1868 Umzug in das Elternhaus Degenaars in der Großen Straße (genannt altes Rathaus). Trotz Herabsetzung des Eintrittsalters auf das 17. Lebensjahr sinkt die Mitgliederzahl auf 25. Durch die Auflösung des Komitees, aber auch weiterer Gründe, stagniert die Arbeit des jungen Vereins. Ein neues Komitee unter dem Vorsitz eines Pastoren soll Abhilfe schaffen.
In 1875 Pastor Lukas Pannenborg-Vietor übernimmt den Vorsitz und behält es 10 Jahre inne.
Himmelfahrt 1878 Umzug in die Diakoniestation in der Lookvenne. Ein Posaunenchor wird gegründet.
1877/78 Im Komitee sitzen Pastor Pannenborg-Vietor, Zimmermeister Dose, Bäckermeister Brügmann, Kräutner Eckhoff sowie die Vorsteher R. Degenaar, D. Janssen, H. Störk
In 1879 Pastor Buck wird Vizepräses, Ehrenmitglieder werden die Pastoren Otto Zillessen und J. H. Middendorff.
In 1881/82 Umzug in Räumlichkeiten der Herberge zur Heimat in der Faldernstraße 3.
In 1885 Der neue Vorsitzende Pastor Zillessen wandelt den Verein in einen Christlichen Männer- und Jünglingsverein um.
September 1889 Feier zum 25-jährigen Bestehen des Vereins im Unionshotel. Zuvor Choralmusik vom Rathausturm und Predigt des Pastors Ites aus Hatzum in der luth. Kirche (zu 1. Sam. 7,12).
In 1890 Sport wird in das Programm des Vereins mit aufgenommen.
In 1896 Wechsel im Vorsitz, auf Pastor Zillessen folgt Pastor Johann Gerhard Müntinga, jedoch nur für 2 Jahre
In 1897 Teilnahme des Vereins an der Einweihung des Denkmals für Kaiser Wilhelm I.
In 1898 Pastor Gerhard Carl August Fürchtegott Haenisch wird neuer Vorsitzender des Vereins. Er hat das Amt bis 1907 inne.
In 1900 Mit der Kündigung der Räumlichkeiten in der Herberge zur Heimat taucht erstmals der Gedanke an ein eigenes Vereinshaus auf. Der Verein erwirbt die Rechtsfähigkeit inklusive Änderung der Satzung. Ersteintragung ins Vereinsregister geschieht am 2. Februar 1904. Dementsprechend gab es Satzungsänderungen am 11. Oktober 1901 sowie 22. September 1903
In 1902 Der Magistrat der Stadt Emden schenkt dem Verein ein 900 m² großes Grundstück an der Annastraße (samt der Auflage, es der Stadt zurückzugeben, falls das zu erbauende Haus einmal nicht mehr den Zwecken des Vereins dienen würde). Dank einer Schenkung über 5.000 Mark kann mit dem Bau begonnen werden.
22. April 1906 Zinslose Kredite folgen und am 22. April 1906 erfolgt die Einweihung des Hauses. Pastor Haenisch erweist sich während der Bauzeit als unermüdlich. Der Konsistorialrat und frühere Vorsitzende Zillessen hält die Weiherede (Gesamtkosten 26.700 Mark).
1907/08 Durch den Fortgang Pastor Haenischs Wechsel im Vereinsvorsitz. Pastor Carl Gotthilf Kind für ein Jahr, danach Pastor Ernst Kochs (bis 1930). Weitere Pastoren aus beiden Konfessionen gehören und gehörten immer dem Vorstand an.
In 1911 Aufgrund der blühenden Arbeit beschließt der Verein die Anstellung eines Sekretärs. Dies ist durch freiwillige Jahresbeiträge der Emder Bürgerschaft in Höhe von 1.000 Mark möglich. Anfangs kam vom Johanneum in Barmen Ernst Vogt, dem in 1912 Paul Handrick vom Spandauer Johannesstift folgt. Dieser bleibt dem Verein über die schwere Zeit des Weltkrieges treu erhalten.
21./22. Juni 1914 Vorverlegte Feier zum 50. Stiftungsfest. Neben der Hauptabteilung existiert eine Jugendabteilung und eine Knabenabteilung. Es gibt eine Turngruppe, eine Weißkreuzgruppe, eine Trommler- und Pfeifergruppe. Dem Verein gehören 120 Erwachsene Männer, 120 Jugendliche und 250 Knaben an. Ein Kreis von 110 Vereinsfreunden (früher Ehrenmitglieder) fördert den Verein finanziell.
1914 bis 1918 Eine Woche nach dem Fest beginnt der unselige Weltkrieg.
1919 Nach dem Krieg und einem nun demokratischen Deutschland wird die Arbeit des Vereins wieder aufgenommen. Er trägt nun den Namen Christlicher Verein Junger Männer, CVJM.
1921/22 Die Arbeit des Vereins floriert, das Haus in der Gräfin-Anna-Str. wird aufgestockt. Für viele junge Männer ist die Frage nach dem Glauben im Verhältnis zur Politik sehr groß.
1. Juli 1923 Der CVJM gibt sich eine neue Satzung mit dem Prinzip der doppelten Mitgliedschaft durch Einführung der TM (Tätige Mitgliedschaft).
Bis 1930 Ein Grundsatz des CVJM in diesen Jahren „...ist die Aufgabe, die Königsherrschaft Jesu unter der Jugend auszurichten". Es wird ein jährlicher Weihnachtsbasar eingerichtet, eine christliche Buchhandlung existiert bis ins Jahr 1931. Dazu werden erstmalig Kontakte zum CVJM Groningen (Niederlande) aufgenommen. Im Jahr 1930 übernimmt Pastor Wilhelm Herbrecht im CVJM den Vorsitz und bleibt es drei Jahre.
In 1931 Sekretär Karl Schmale (hauptamtlicher Mitarbeiter seit 1928 und Nachfolger von Friedrich Wickfelder, 1920-1923, und Heinrich Stückrath, 1923-1928) wird aufgrund der Weltwirtschafskrise, die auch den CVJM beutelt, gekündigt. Der Verein bleibt für zwei Jahre ohne Sekretär.
1933/34 ährend in Berlin die NSDAP an die Macht kommt, wird Pastor Hermann Immer neuer Vorsitzender des Vereins. Gleichzeitig wird Fritz Hensel neuer Sekretär. Viele „vorsichtige Leute" ziehen sich aus dem Verein zurück, in dem es auch zu internen Auseinandersetzungen kommt. Alle Jugendverbände werden schließlich in die Hitler-Jugend eingegliedert. Der CVJM entgeht dieser Zwangsmaßnahme, in dem er seine Jugendlichen aus der Mitgliedschaft entlässt. Die Evangelisch-reformierte Gemeinde richtet den Evangelischen Jugenddienst ein. So mancher junger Mann kommt dadurch zur Bekennenden Kirche.
Bis 1939 Mit Pastor Gerhard Brunzema hat der CVJM ab 1935 einen neuen Vorsitzenden, der im Jahr zuvor den CVJM Landesverband Ostfriesland mitbegründen konnte. Ebenfalls neu ist der Sekretär Heinrich Meyer, der bis 1940 für den Verein arbeiten darf. Doch die typische CVJM-Arbeit ist immer weniger möglich. Es bleibt die Bibelarbeit und nur ein kleiner Kreis bleibt dem Verein treu. Die Mitgliederzahl sinkt bis 1939 auf 40 Personen.
1939-1945 Während der Zeit des 2. Weltkrieges kommt es auch für den CVJM schlimm. Das Vereinshaus wird für die HJ beschlagnahmt und fällt beim großen Angriff auf Emden am 6. Sept. 1944 in Schutt und Asche. Zuvor trifft dem CVJM das Verbot der Gestapo im Juni 1941. Dank Brunzema wird es im Oktober des Jahres zwar wieder aufgehoben, doch die Arbeit des Vereins ruht bis zum Ende des Krieges fast vollständig. Am 6. und 8. Mai 1945 hält Pastor Brunzema eine Predigt, die die schwierige Lage im zerstörten Emden aufzeigt und gleichzeitig Hoffnungszeichen setzt. Die Predigt ist hier nachzulesen!
Stunde Null Nach der Rückkehr der ersten Mitglieder von der Front oder aus der Gefangenschaft finden sogleich Bibelstunden im Hause von Pastor Brunzema statt. Noch 1945 wird dem CVJM in der Schillerstraße eine Baracke zur Verfügung gestellt und mit Addo Voortmann ein neuer Sekretär eingestellt. Der gebürtige Emder hat eine Ausbildung an der Sekretärschule in Kassel hinter sich. Die Jungmänner- und Jugendarbeit steigt sprunghaft an. Im Oktober wird das 81. Jahresfest begangen und in 1946/47 finden sogar schon Freizeiten statt.
1948/49 Während es zur Gründung zweier deutscher Staaten kommt, vollzieht sich im CVJM ein Führungswechsel. Für ein Jahr übernimmt Pastor H. G. Menzel den Vorsitz des Vereins. Ihm folgt im Jahr am 7. November darauf der junge Bauingenieur Rudolf Kirsch, womit der CVJM wieder einen Laien als Vorsitzenden hat.
In 1950 Mit Gerhard Weber kommt ein neuer Sekretär nach Emden und trotz der schlechten Finanzlage beginnt die Suche nach einem eigenem Haus.
In 1954 Der CVJM begeht sein 90. Jahresfest festlich, von Sorgen geplagt. Die Baracke in der Schillerstraße droht zusammen zu brechen, das Grundstück ist zusätzlich gekündigt. In dieser Situation springt Gott mit dem Verein über Mauern und der CVJM kann das Haus Hinter der Halle 3-5, in dem er heute noch Sitz hat, kaufen und für seine Zwecke umbauen.
1955 bis 1960 Im neuen Haus (es wird am 9. Dezember 1956 feierlich eingeweiht) zählt die Vereinsstatistik 325 Mitglieder. Die Arbeit floriert und 1958 kommt mit Erwin Hoffmann ein neuer Sekretär in den Verein. Der Keller und das Dachgeschoss, bis dahin ungenutzt, werden ausgebaut. Marksteine in dieser Zeit sind Jugendevangelisationen mit Harald Wenzel, Intensivierung
der Sportarbeit - und die Anfänge der Mädchenarbeit! Freizeiten, insbesondere die Lager der Arbeitsgemeinschaft der CVJM, zu der sich die Emder seit einigen Jahren zählen (es handelt sich dabei um Vereine in Groß- und Universitätsstädten deren Merkmal ein eigenes Haus und ein hauptamtlicher Mitarbeiter sind), erfreuen sich großer Beliebtheit bei den jungen Männern.
Bis 1964 Trotz der guten Zusammenarbeit muss der Sekretär Hoffmann aus familiären Gründen Emden verlassen. Ihm folgt der aus Essen stammende Werner Keil, mit dem sich der CVJM immer mehr zu einem Haus der offenen Tür entwickelt. Als solcher begeht die Vereinsfamilie im Oktober 1964 den 100. Geburtstag des CVJM.
1965 Im Laufe des Jahres wird ein Sonderkonto angelegt, um einen zweiten hauptamtlichen Sekretär bezahlbar zu machen. Eine solche Anstellung wird aufgrund der wachsenden Arbeit angestrebt. Erstmalig findet in diesem Jahr ein Tannenbaum verkauf statt, der sich als großer Erfolg erweist (wie schon seit einigen Jahren der jährliche Weihnachtsmarkt). Zum Jahresende ist das
Vereinshaus auch frei von Schulden.
1966 Neben den weiterhin durchgeführten Jugendevangelisationen finden auch erstmalig sexualpädagogische Seminare statt, die insgesamt 129 Besucher zählen. Ein Glanzpunkt ist des Weiteren eine Kabarettveranstaltung im Rathaus-Festsaal mit beinahe 300 Besuchern.
1967/68 Von der Sekretärschule in Kassel kommt Rolf-Dieter Möhle als Praktikant bzw. Hilfssekretär in den Emder CVJM. Er ist vor allem für die Jugendarbeit zuständig. Die Mädchenarbeit ist jedoch geschrumpft und beinahe nicht mehr vorhanden.
1969 Nach dem Fortgang von Sekretär Keil wird kurzfristig der von der Sekretärschule kommende Jens Rummel als Nachfolger eingestellt. Dieser verlässt Emden jedoch schon nach dem Sommer und zum 1. November wird mit Kurt Rose wieder ein echter Emder als Sekretär eingestellt. Rose kennt den CVJM seit seiner Jugend und war zuletzt Jugendsekretär im CVJM Hagen.
1970 bis 1973 Aufbruch der Arbeit des CVJM, geprägt durch den neuen Sekretär. Vorrang der Junge-Erwachsenen-Arbeit und Junge-Familien-Arbeit. Der Vorstand wird um die Posten zweier so genannter Junger Vorstandsmitglieder erweitert (im Alter von 16 bis 21 Jahre). Des Weiteren wird die Satzung dahingehend geändert, das auch Mädchen und Frauen Mitglied im CVJM werden können (dem entsprechend auf Tätige Mitglieder). Zusätzlich sollen in Zukunft Wehrdienstverweigerer ihren Ersatzdienst im CVJM ableisten können. Der erste in einer langen Reihe von Zivis (seinerzeit auch Hilfssheriffs genannt)
war ab dem 1. Juni 1971 Ahlrich Ostendorp. In diese Zeit fällt auch der Beginn von Folklore-Veranstaltungen im Keller des CVJM. Diese avancieren nach und nach zur Folk-Oase Ostfrieslands! Nachdem es endlich zur Eintragung der Satzungsänderungen gekommen ist, werden im Februar 1973 die drei ersten weiblichen Tätigen Mitglieder berufen: Karla Siemon und Agnes Trauernicht.
1974 bis 1976 Im März 1974 wird die Satzung erneut geändert und CVJM steht ab sofort für Christlicher Verein Junger Menschen. Das ist auch gut so, denn ein Viertel der Vereinsmitglieder sind Mädchen, junge Frauen. Dem Verein steht R. Kirsch inzwischen 25 Jahre vor. Das Programm in 1974 wird unter anderem auf die Fußball-WM abgestimmt und im Herbst gibt es eine 110-Jahresfeier. In dieser Zeit kommt es auch vermehrt zu Veranstaltungen zu sozialen und politischen Fragen (Podiumsdiskussion zum Thema Atomkraftwerk an der Knock, Jungwähler-Parties mit Vertretern der Parteien, Seminare zum Thema Wehrdienstverweigerung).
Für den Verein sind auch Fragen bezüglich eines kompletten Umbaus des Hauses, Einstellung eines 2. Sekretärs und die Anschaffung eines eigenen Freizeitheimes (am Großen Meer) neben der laufenden Jugend- und Erwachsenenarbeit von Bedeutung. Im Verlauf der Jahreshauptversammlung 1976 wird mit Karla Visser erstmalig eine Frau in den Vorstand des CVJM gewählt. Zu diesem Zeitpunkt steht schon fest, das Kurt Rose über kurz oder lang den Verein verlassen wird, um sich zum Pastor weiter zu bilden. Als Nachfolger ist Jens Rummel im Gespräch.
1977 bis 1982 Im November 1977 kommt es zu dem Sekretärswechsel. In der Folge erweist es sich, dass das Miteinander schwierig ist und so kommt es schon im September 1979 zur Trennung von Rummel. Ihm folgt Dieter Ansorge als Sekretär des CVJM. Unterdessen sind die Themen Freizeitheim und 2. Sekretär zu den Akten gelegt worden (schon seit Jahren gilt, und auch in
Zukunft, der Emder CVJM ist für einen Sekretär zu groß, für zwei Sekretäre jedoch zu klein). Auch die Zusammenarbeit mit Ansorge erweist sich als schwierig und es kommt daher Ende 1982 ebenfalls zur Trennung.
1983 bis 1988 Das neue Jahr beginnt ohne Sekretär, was zur Stärkung der ehrenamtlichen Mitarbeiter beiträgt. Trotzdem ist der CVJM auf der Suche nach einem neuen Sekretär und zur Jahresmitte wird mit Friedemann Kretzer wieder ein Absolvent der Sekretärschule eingestellt. Die Arbeit des Vereins konsolidiert und im Herbst beginnt auch endlich der lange geplante Umbau des Vereinshauses. In dem Zusammenhang werden Büro und Gruppenarbeit komplett ausgelagert. Die Arbeit des CVJM findet dankenswerter Weise in den Gemeinderäumen der reformierten und lutherischen Kirchen in Emden statt. Unser schönes neues umgebautes Haus wird im Herbst 1984 erstmalig wieder für die Gruppenarbeit genutzt. In der ersten Februarwoche 1985 kommt es dann zur Einweihungsfeier. Im Übrigen halten unsere ein bis zwei Zivis Einzug in die kleine aber feine Wohnung unter dem Dach. Die folgenden Jahre sehen eine florierende Arbeit in allen Altersbereichen, auf die in großer Dankbarkeit zurück geschaut werden kann. Höhepunkt ist die Jugendwoche im Herbst 1988 im Jugendzentrum Alte Post. Gemeinsam mit den örtlichen Kirchen und in Zusammenarbeit mit Ulrich Parzany steht sie unter dem Motto Kreuz ist Trumpf.
1989 bis 1992 Der CVJM feiert im September 1989 sein 125-jähriges Bestehen, was mit einer Festwoche begangen wird. Die Predigt in der Kirche Wolthusen hält der ehemalige Sekretär und jetzige Pastor Kurt Rose. Nach der gelungenen Festwoche wird im Vorstand erstmalig in intensiv und und mit großer Offenheit über die Nachfolge des Vorsitzenden Rudolf Kirsch gesprochen, der dem Verein seit nunmehr 40 Jahren vorsteht. Eine Lösung wird hingegen vorläufig nicht gefunden. Das ändert sich nach im Jahr 1991 und der CVJM hat mit Karla Visser eine Vorsitzende gefunden, die Rudolf Kirsch nach 42 Jahre in diesem Amt ablöst. Kirsch bekommt durch Oberbürgermeister Alwin Brinkmann für seine unermüdliche Arbeit den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Das neue Jahrzehnt zeitigt auch einige Neuerungen. Der Weltdienst, seit langen Jahren ein Bestandteil unserer Arbeit, wird in die Satzung aufgenommen. Highlight dieser Arbeit ist Jahr für Jahr die so genannte Sponsoren-Rallye. Eine andere Aktion die der Urlaub vom verstrahlten Alltag. Ab 1992 besucht den CVJM eine Schulklasse aus Weißrussland,
um für vier Wochen aus der strahlenverseuchten Heimat zu entkommen, die Belarus seit der Reaktorkatastrofe von Tschernobyl im Jahr 1986 ist. Letztlich verlässt Friedemann Kretzer zum Ende des Jahres 1992 den Emder CVJM, um in Schleswig-Holstein als Landessekretär tätig zu werden.
1993 bis 1999 Das Jahr beginnt mit Jürgen Berwing als neuen Leitenden Sekretär. Mit ihm beginnt auch das Computerzeitalter im CVJM. Des Weiteren werden mit Jürgen Berwing die Planungen für das Erdgeschoss des Vereinshauses fortgesetzt. Für seine Arbeit stehtdem CVJM bis dahin nur der Eingang zur
Verfügung, die vorhandenen Räume sind vermietet. Dies sollte sich nun ändern, zumal dem CVJM eine behindertengerechte Einrichtung/Zuwegung noch Ausstand. Nachdem die Finanzierung gesichert ist, beginnen die Arbeiten im Erdgeschoss Ende Mai 1996 und nach knapp einem Jahr wird das neue Café ConnAction feierlich eröffnet. In all den Jahres seines Bestehens suchte der CVJM Emden immer wieder nach neuen Wegen, seine finanzielle Unabhängigkeit zu bewahren. Der neueste Coup ist in den
Jahren 1998/99 die Einrichtung eines ständigen Bücherflohmarktes, der inzwischen (ganz im Gegensatz zum einmal im Jahr statt findenden Weihnachts- und Flohmarkt) jeden Samstag seine Tore öffnet.
2000 bis 2008 Das 21. Jahrhundert wird auch vom CVJM begrüßt. Eine erste Hürde, die genommen werden muss, ist die Trennung von Jürgen Berwing als Leitenden Sekretär zum Ende des Jahres 2002. Der Neue heißt Joachim Lorenz, kommt von der Sekretärschule (inzwischen heißt das CVJM-Kolleg) und beginnt seinen Dienst im April 2003. Im Jahr 2004 beginnt in Emden die TEN SING-Arbeit und das Vereinshaus ist im Rahmen des Ostfriesischen Kirchentages, der in Emden stattfindet, der Treffpunkt der Jugend. Um die Arbeit an jungen Menschen zu intensivieren, beginnt im Herbst 2005 eine enge Zusammenarbeit mit den luth. und ref. Gemeinden im Innenstadtbereich von Emden. Problematisch erweist sich die Offen-Tür-Arbeit, die im Café ConnAction stattfindet. Sie gilt es, in nächster Zukunft zu reformieren.
2009 bis heute

Zu Beginn des Jahres kam es zum Wechsel im Vereinsvorsitz. Auf Karla Visser folgte Tim Sporré in diesem wichtigen Amt. In der Mitte des Jahres kam es dann zum Fortgang von Joachim Lorenz. Die Suche nach einem neuen Hauptamtlichen endete überraschend, denn Tim Sporré wurde als Leitender Sekretär eingestellt. Den Vorsitz übernahm
Rolf Brunsch. Die Arbeit des CVJM erlebte einen Aufschwung und es gab Anlass zu Freude und Dankbarkeit. Zum Ende des Jahres musste dann von Rudolf Kirsch Abschied genommen werden, der im Alter von 86 Jahren in die Ewigkeit abberufen wurde. Ein neues Arbeitsfeld eröffnete sich 
2011 in Zusammenarbeit mit der Hochschule Emden/Leer. Unter anderem wurde für Erstsemester-Studenten eine dreiwöchige Schlafmöglichkeit angeboten. Im Jugendbereich wurden Jugendgottesdienste gemeinschaftlich mit Baptisten, Pier29, der reformierten Jugend und dem Jesus-Zentrum angeboten. Das Jahr 2014 stand ganz im Zeichen des 150-jährigen Vereinsjubiläums. Über das Jahr wurden verschiedene  Aktivitäten durchgeführt. Zum Jahresende musste allerdings  Rolf Brunsch aus gesundheitlichen Gründen den Vorsitz abgeben. Nach einer längeren Vakanz übernahm dann Anfang 2016 Dr. Carsten Engelke den Vorsitz des CVJM. Indessen beteiligt sich der Verein an der Arbeit mit Flüchtlingen in der Stadt. Dem hauptamtlichen Sekretär steht unterstützend eine junge Frau im Bundesfreiwilligen Dienst zur Seite. Wie bekannt, gibt es schon seit einigen Jahren keine Zivildienstleistenden mehr.

Warten wir es im Vertrauen auf Gott ab, was dieses Jahr und die nächste Zukunft uns und dem CVJM Emden bringen wird…

   

Dies ist natürlich nur ein Abriss unseres CVJM, will auch gar nicht mehr sein. Dank gilt all den ungenannten Menschen, die die Arbeit des Vereins seit 1864 erst möglich gemacht haben. Doch vor allem steht Gott, dem wird zu Danken haben.

PS: Wer kann helfen und kann Lücken schließen wie der CVJM in seiner Vergangenheit gearbeitet hat. Gesucht sind Bilder und Texte aus allen Zeiten unserer Arbeit.