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Freitag, den 19. März 2010 um 13:19 Uhr |
Träume, die vergessene Sprache Gottes
„...und es war doch nur ein Traum“. Immer wieder kommt diese Aussage nach anstrengenden und bedrohlichen Träumen. Froh sind wir über diese Feststellung, wenn ein Alptraum uns quälte. Viele Träume sind auch unsere individuelle Möglichkeit, Tagesreste zu verarbeiten, sozusagen der „Stuhlgang der Seele“. Doch wir spüren sehr konkret, wenn ein Traum von Gott kommt.
Erstaunlich viele Menschen wissen davon zu berichten, wie Gott zu ihnen durch einen Traum geredet hat. Wohl zu den bekanntesten Träumen der Bibel zählt der Traum Jakobs „von der Himmelsleiter“ (1.Mose 28, 10 ff). Er erlebt, dass der Herr vor ihm stand und ihm, wie seinem Großvater Abraham, eine riesige Verheißung gibt. Er segnet ihn und verspricht, ihn zu bewahren. Diese Zusage geht an Jakob, einen Menschen, der gerade durch eigenes Verschulden fliehen muss, der gekennzeichnet ist von Betrug, Hinterhältigkeit und auch geistlichem Raub. Aber dieser Traum veranlasst auch Jakob zu der Aussage: „Wahrhaftig, der Herr ist an dieser Stätte und ich wusste es nicht“.
Ein ebenso folgenschwerer Traum ist die Begegnung Gottes mit Salomo (1.Könige 3, 5 ff.). Gottes Frage an Salomo lautet: „Tue eine Bitte! Was soll ich dir geben?“. Die Entscheidung Salomos im Traum hat Auswirkungen auf sein ganzes Leben.
Von diesen Träumen wissen wir sicher nur, weil sie weitererzählt wurden, ernstgenommen, festgehalten wurden.
Es lohnt sich immer, von Zeit zu Zeit die Zusagen Gottes an uns persönlich festzuhalten, Verheißungen, Versprechungen hervorzuholen, anzuschauen und auch zu prüfen und sie ernsthaft in unser Leben zu integrieren. Für den einen oder anderen kann es bedeuten, sich auch auf eine wesentliche Begegnung mit Gott im Traum zu besinnen und die Zusagen, Erlebnisse und Weisungen, die er uns im Traum gegeben hat, im Gebet zu bewegen. Sicher kann das auch ab und zu bedeuten, einen Traum hervorzuholen, den wir nicht so gerne betrachten und dennoch wissen, dass er von Gott ist. So wie einzelne Träume Wegweisung, Klarheit, Bestätigung, auch Heilung und Hilfe beinhalten - können andere Träume Hinweise auf schwere Zeiten, Vorbereitung für kritische Situationen sein, die wir lieber ausklammern wollen.
Für mich selbst, auch für viele andere, bedeutet es sehr viel, solche Träume nicht nur für sich zu behalten, sondern mit einer Vertrauensperson auszutauschen und Gott um eine Klärung der Interpretation zu bitten. Auch dieses, Sein Reden, können wir in unserem Leben ernstnehmen.
Stellen wir diese Frage in einem Hauskreis, einer Gemeinde, merken wir erst, wie viele Menschen im Heute Erfahrungen mit diesem Reden Gottes gemacht haben, aber sehr selten darüber reden. Manche brauchen auch Hilfestellung beim Umgang mit ihren Träumen. Möge Gott uns auch hier eine wesentliche Quelle der Begegnung mit Ihm neu aufschließen. |